Lesen Sie hier die aktuellsten Meldungen von Saltigo

31. März 2011

Dynamisch, flexibel, kundenorientiert

Fünf Jahre Saltigo – eine Zwischenbilanz:

Auftragssynthese-Spezialist ständig am Puls der Zeit

Langenfeld -

Am 1. April 2006 wurde die Saltigo GmbH als 100-prozentiges Tochterunternehmen des Spezialchemiekonzerns LANXESS gegründet. „Unser Unternehmen erhielt damit die Chance, sich ganz auf das Kerngeschäft Auftrags- und Exklusivsynthese zu konzentrieren und sich rasch und effizient an Marktgegebenheiten und Markterfordernisse anzupassen“, beschreibt Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer von Saltigo, die Beweggründe für diese Ausgründung. 


Entsprechend dieser Zielsetzung standen die ersten Jahre im Zeichen des beständigen Wandels. Der anfänglichen Umstrukturierung und Neuordnung folgte rasch der Aufbruch in eine neue Zukunft. Dabei war Saltigo von Beginn an kein Anfänger mehr. Die Mitarbeiter brachten langjährige Erfahrungen der Vorgängerunternehmen als Startkapital mit. Zudem ermöglichte LANXESS durch Investition von insgesamt rund 80 Millionen Euro eine rasche Modernisierung, Anpassung und Erweiterung bestehender Anlagen. 


2006: Syngenta Supplier Award für Saltigo

Als ersten Erfolg konnte Saltigo eine Auszeichnung von einem der weltweit führenden Pflanzenschutzmittel-Hersteller, der Schweizer Syngenta International AG, verbuchen. Der globale Dienstleister für Custom Synthesis und Custom Manufacturing erhielt den Purchasing Award 2006 auf der Syngenta Supplier Conference, die während der Chemiemesse ChemSpec in Genf stattfand. Syngenta würdigte damit die Leistungen von Saltigo, innerhalb von sechs Monaten nach Erteilung eines Auftrags, eine komplexe, fünfstufige Synthese mit komplizierten Reaktionsschritten aufzubauen und die ersten 20 Tonnen auszuliefern.


2006/2007: Effiziente Produktion und kundengerechtes Marketing

Die Modernisierung des Hydrierbetriebs ist nur ein Beispiel für die entschlossene Entwicklung hin zu einer effizienten, modernen und marktgerechten Produktion. Die Qualifizierung dieser Produktionseinheit mit 500 Tonnen jährlicher Kapazität nach CGMP (Current Good Manufacturing Practice) gelang in Rekordzeit. Nur neun Monate vergingen vom Planungsbeginn bis zum ersten Kundenaudit und schließlich dem Produktionsstart im September 2006. 


Bereits mit der Gründung von Saltigo entstanden im Sinne einer nachhaltigen Kundenorientierung separate Business Lines für die Kerngeschäftsbereiche Pharma und Agro. So gelang es von Anfang an, die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Kundengruppen zielgenau zu adressieren. Parallel dazu verstärkte Saltigo schon im ersten Jahr weltweit sein Personal in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Es galt, noch schneller und besser auf Wünsche der Bestandskunden zu reagieren und gleichzeitig mit überzeugendem Service neue Kunden zu gewinnen. Gut ausgebildete, erfahrene Mitarbeiter, eine exzellente Infrastruktur und unmittelbarer Zugang zu technischer und wissenschaftlicher Innovation an den Nordrhein-Westfälischen Standorten Leverkusen und Dormagen erwiesen sich als wichtige Wettbewerbsvorteile. Dies galt gerade im Vergleich zu Produzenten aus Niedriglohnländern und machte Saltigo rasch zu einem international bedeutenden und beachteten Unternehmen.


2008: Schnell und flexibel auf Marktentwicklungen reagieren

Die Eröffnung des hoch modernen Vielzweckbetriebs zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe und Zwischenprodukte im Gebäude O10 in Leverkusen im Februar 2008 war ein weiterer Meilenstein. Dieser CGMP-Betrieb entstand mit einem Investitionsaufwand von rund zehn Millionen Euro aus einem bereits bestehenden Anlagenkomplex. So gelang es, kosteneffizient und vor allem sehr schnell die vom Markt dringend benötigten CGMP-Kapazitäten bereitzustellen. In den vier Produktionsmodulen des Betriebs können jährlich insgesamt mehr als 200 Tonnen Wirkstoffe (APIs – Active Pharmaceutical Ingredients) und registrierte Zwischenprodukte hergestellt werden. 


„Wir sind weltweit präsent und investieren kontinuierlich in neue Technologien und modernste Anlagen. Es ist dabei oft nicht erforderlich, direkt ganz neue Anlagen zu bauen. Schon mit relativ geringen Investitionen können Herstellprozesse modernisiert und ihre Wirtschaftlichkeit signifikant verbessert werden. Voraussetzung ist das entsprechende Know-how“, erläutert Dr. Andreas Stolle, Leiter der Business Line Pharma, wichtige Erfolgsfaktoren für sein Geschäft. Dieses Know-how ermöglicht es auch, sehr flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren. So wurde etwa die Kapazität für eine Wirkstoffvorstufe eines bedeutenden Pharmaherstellers im Jahre 2009 von 30 auf 50 Jahrestonnen ausgebaut – ohne Produktionsstopp, im laufenden Betrieb.


2008: Näher an US-amerikanische Pharmaunternehmen rücken

Anfang 2008 eröffnete die LANXESS Corporation einen neuen Standort in Redmond nahe Seattle im US-Bundesstaat Washington, um das Wachstum der Business Line Pharma von Saltigo zu unterstützen. Damit erhielt das Unternehmen eine operative Basis in den USA, um noch unmittelbarer auf die Wünsche amerikanischer Kunden reagieren zu können. In den CGMP-qualifizierten Einrichtungen des Kleinmengenbetriebes (Kilo Lab) und der Pilotanlage werden seitdem pharmazeutische Wirkstoffe für die frühe klinische Prüfung bis einschließlich Phase IIa hergestellt. 


„Der US-amerikanische Markt ist ein wesentliches Zentrum der pharmazeutischen Innovation. Dank unserer Präsenz in Redmond konnten wir schon zahlreiche neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen“, betont Wolfgang Schmitz. Dazu zählen speziell Kooperationen mit kleineren Pharmaunternehmen, die wichtige Innovationsträger für die gesamte Industrie sind. Gerade für solche Unternehmen ist die Kooperation mit einem erfahrenen und zuverlässigen Produktionspartner äußerst attraktiv, wenn dieser wie Saltigo außerdem umfassende Services im analytischen und regulatorischen Bereich sowie beim Projektmanagement bietet. 


2008 / 2009: Ehrung als „Bester Lieferant“ der Agrochemie

Im November 2009 wurde Saltigo von der renommierten Fachzeitschrift „Agrow“ zum zweiten Mal in Folge als „Bester Lieferant“ ausgezeichnet und setzte sich dabei gegen eine Reihe von Wettbewerbern aus China, Indien und Europa durch. Die Jury begründete die Wahl damit, dass Saltigo seine Position als einer der führenden Lohnfertiger im Agrosektor weiter ausgebaut hätte. Mit technologischer Stärke und Schnelligkeit unterstütze die LANXESS-Tochter die Agroindustrie in der erfolgreichen Marktentwicklung. Die Expertise des Unternehmens reicht dabei von Synthesewegauswahl über Pilotierungen und Scale-up bis hin zu großtechnischer Produktion. Umfangreicher analytischer Support stellt hohe Qualitätsstandards in jeder Phase sicher.


Dr. Uwe Brunk, Leiter der Business Line Agro & Fine Chemicals, sagte bei der Preisverleihung: „Eine ständige Verbesserung unserer Prozesse und unseres Service-Angebots in einem hart umkämpften Markt ist unser Schlüssel zum Erfolg und wird von unseren Kunden in steigendem Maße durch neue Aufträge belohnt. Mein Dank gilt unseren Mitarbeitern und unseren Kunden, die es uns ermöglicht haben, diesen so begehrten Preis erneut zu gewinnen.“


2010: Syngenta investiert bei Saltigo in Leverkusen

Erneut konnte die Business Line Agro & Fine Chemicals in Jahre 2010 einen Meilenstein zur Firmengeschichte beitragen. Im Mai 2010 wurde eine für den LANXESS-Konzern bislang einzigartige Kooperation bekannt gegeben: Syngenta, ein führender Hersteller von Pflanzenschutzmitteln, investierte rund 50 Millionen Euro in den Ausbau mehrerer Saltigo-Anlagen in Leverkusen. So wurden Kapazitäten der Wirkstoffsynthese für Pflanzenschutzmittel deutlich erweitert. Die in diesen Anlagen produzierten Wirkstoffe und Zwischenprodukte liefert Saltigo ausschließlich an Syngenta. Für den Schweizer Konzern ist Saltigo einer der globalen strategischen Lieferanten.


2010: Erfolgreiches FDA-Audit – international anerkanntes Qualitätssiegel

Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung spielen in der Auftragssynthese per se eine bedeutende Rolle. Das gilt ganz besonders in der Pharmabranche. Da macht es Saltigo-Geschäftsführer Schmitz besonders stolz, dass die Produktionsanlagen des Unternehmens erst im Sommer 2010 ein Audit der US-amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung (Food and Drug Administration, FDA) mit „no findings“ bestanden haben. „Die FDA-Auditierung ist ein international anerkanntes Qualitätssiegel und bestätigt uns in unserer Arbeit. Dieses Aushängeschild signalisiert amerikanischen Kunden, aber auch Pharmafirmen weltweit, dass die Wirkstoffproduktion bei uns in guten und zuverlässigen Händen ist“, erklärte Schmitz.




Die Saltigo GmbH ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Kundensynthese. Das Unternehmen des Spezialchemie-Konzerns LANXESS gehört zu dem Segment Advanced Intermediates, das im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 1,321 Milliarden Euro erzielte. Saltigo, mit Unternehmenszentrale in Langenfeld und Produktionsstätten in Leverkusen und Dormagen, beschäftigt weltweit rund 1.400 Mitarbeiter. In Redmond/Washington, USA, betreibt die LANXESS Corporation einen weiteren Standort für Saltigo.