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26. Januar 2011

Custom Manufacturing mit Innovation und Erfahrung

Saltigo auf der InformexUSA 2011 in Charlotte/NC, USA, 
7. bis 10. Februar 2011, Stand 1239

Rundum-Service für die pharmazeutische und chemische Industrie

Langenfeld -

Der global tätige Exklusivsynthese-Spezialist Saltigo GmbH ist vom 7. bis 10. Februar 2011 auf der Fachmesse InformexUSA in Charlotte, North Carolina, vertreten. Die Tochter des Spezialchemie-Konzerns LANXESS stellt dort ihr umfassendes Portfolio von Dienstleistungen für Kunden aus der Pharmaindustrie sowie der Agro- und Feinchemie vor. 


Saltigo-Geschäftsführer Wolfgang Schmitz beschreibt die allgemeine Geschäftsentwicklung vorsichtig optimistisch: „Das Agro-Geschäft hatte im ersten Halbjahr 2010 unter dem langen Winter auf der Nordhalbkugel und den hohen Lagerbeständen unserer Kunden zu leiden. Danach erholte sich die Situation deutlich. Vor allem Fungizid-Wirkstoffe und deren Vorstufen waren gefragt. Um der langfristig steigenden Nachfrage im Agrobereich zu begegnen, haben wir 2010 unsere Kapazitäten für wichtige Produkte deutlich gesteigert. Wir sind besonders stolz darauf, dies ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs geschafft zu haben.“ Im Pharmasektor konnte Saltigo seine Kundenbasis weiter ausbauen und trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds viele neue Projekte in allen Phasen des Produktlebenszyklus akquirieren. „Insgesamt erwarten wir für 2011 eine positive Entwicklung, auch wenn solche Vorhersagen gerade für den Agrobereich aufgrund der Witterungsabhängigkeit naturgemäß schwierig sind“, erklärt Schmitz.


Erfolgsrezept: Innovation + Erfahrung 


Das Erfolgsgeheimnis von Saltigo liegt unter anderem in einem intelligenten Miteinander von modernen, innovativen Lösungsansätzen – nicht nur im Bereich der Chemie – sowie der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter. Diese Expertise umfasst die Produktion von Feinchemikalien im Allgemeinen und die Handhabung anspruchsvoller Prozesse und Reagenzien im Besonderen. „Wir bieten unseren Kunden in der pharmazeutischen Industrie Service entlang der ganzen Wertschöpfungskette, vom Vorprodukt bis zum Wirkstoff, von der Prozessentwicklung bis zur Registrierung, und in jeder gewünschten Menge, je nach Entwicklungsphase bzw. Marktbedarf“, betont Dr. Andreas Stolle, Leiter der Business Line Pharma von Saltigo. „Die vergangenen beiden Jahre waren für unsere Industrie besonders herausfordernd. Dennoch werden wir unseren Expansionskurs fortsetzen, gezielt investieren, neue Technologien einführen und werden auch bei laufenden Projekten auf kontinuierliche Verbesserung setzen“, fährt er fort. Innovation in allen Bereichen bleibe ein wichtiger Erfolgsfaktor.


Um speziell der Pharmaindustrie im wichtigen US-amerikanischen Markt alle Services unmittelbar „vor Ort“ anbieten zu können, setzt Saltigo seit nunmehr zwei Jahren auf den CGMP-qualifizierten Standort Redmond bei Seattle im Bundesstaat Washington. Neben Kilogramm-Laboratorien steht dort auch eine Pilotanlage mit Tiefkälteeinrichtung für die Herstellung von Wirkstoffen für die pharmazeutische Prüfung bis einschließlich Phase IIa zur Verfügung. 


Reaktionen unter Druck – sicher und effizient


Gerade für die Herstellung von agrochemischen Zwischenprodukten und Wirkstoffen spielen Reaktionen unter Druck eine wichtige Rolle. Dazu gehören Hydrierungen, Alkylierungen mit gasförmigen Reaktionspartnern wie ungesättigten Kohlenwasserstoffen oder Ammoniak. Saltigo verfügt sowohl über das Know-how als auch die technische Ausstattung, um diese Reaktionen auch im großen Maßstab sicher und zuverlässig durchzuführen, bei bis zu 250 bar Druck, und bis zu 320 °C, in Edelstahl-, Email- oder Hastelloy (Alloy C-4)-Kesseln von bis zu zwölf Kubikmeter Fassungsvermögen. 


Das Unternehmen bietet seinen Kunden zudem bei Bedarf eine umfassende Prozess- und Verfahrensentwicklung, ausgefeilte Analytik, logistische Dienstleistungen und „on site“-Lagerkapazitäten von bis zu 1.000 Tonnen. Auch bei der Feinreinigung der Produkte sowie beim Katalysator-Recycling und der Aufarbeitung von Lösemitteln ist Saltigo ein kompetenter Partner. 

Höchste Standards für höchste Liefersicherheit 


An den von der AIME (Agrochemicals and Intermediates Manufacturers in Europe) im Rahmen der EFCG (European Fine Chemicals Group) herausgegebenen ‘Voluntary Guidelines for Manufacturers of ISO-regulated Fine Chemical Intermediates and Active Ingredients’ hat Saltigo intensiv mitgearbeitet. Darin haben auch wir uns verpflichtet, bei unserer Arbeit höchste Standards einzuhalten, nicht nur in punkto Qualität. Sicherheit, Arbeits- und Umweltschutz haben einen ebenso hohen Stellenwert. Das bedeutet zugleich höchste Liefersicherheit für unsere Kunden“, erklärt Dr. Uwe Brunk, Leiter der Business Line Agro & Fine Chemicals bei Saltigo. 


Dirk Sandri, Leiter Marketing & Sales dieses Geschäftsfeldes, wird auf der Informex am 7. Februar in einem Showcase diese freiwillige Selbstverpflichtung, ihre Ziele und Auswirkungen vorstellen. Auch außerhalb Europas gewinnt das Konzept solcher Richtlinien mehr und mehr Befürworter, und zwar gleichermaßen bei den Anbietern und deren Kunden. 


Kernkompetenz Übergangsmetall-Katalyse


Katalysierte Kupplungsreaktionen haben sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem Kompetenzschwerpunkt bei Saltigo entwickelt. Inzwischen erhält das Unternehmen in jedem Jahr Dutzende von Kundenanfragen – mit steigender Tendenz. „Aminierungen nach Buchwald-Hartwig spielen dabei eine wichtige Rolle. Bevor sie jedoch auch im industriellen Maßstab bezüglich Selektivität und Ausbeute unseren Erwartungen entsprechen, ist oft Optimierungsarbeit zu leisten", betont Dr. Stolle. Viele der eingesetzten Katalysatorsysteme bzw. die verwendeten Liganden erfordern aufgrund ihrer Sauerstoffempfindlichkeit eine besondere Handhabung, die im technischen Maßstab nicht trivial ist. 


Der Herstellung spezieller Phosphanliganden im technischen Maßstab widmet Saltigo besondere Aufmerksamkeit. Erst jüngst wurden im amerikanischen Redmond wichtige Erfolge beim Scale-up der Synthese von Buchwald-Hartwig-Liganden der jüngsten Generation erzielt. Daher können jetzt zum Beispiel auch Biphenylmonophosphane wie t-Butyl-X-Phos, Tetramethyl-t-Butyl-X-Phos und Brett-Phos in ausreichender Menge für Kundensynthesen zur Verfügung gestellt werden. 


"Das Scale-up solcher Aminierungsreaktionen ist in der Regel relativ problemlos möglich, wenn die Reaktion erst einmal den technischen Maßstab erreicht hat", erläutert Dr. Björn Schlummer, Prozess Manager Chemie der Business Line Pharma von Saltigo. Diese Eigenschaft ist besonders dann attraktiv, wenn im Verlauf eines Syntheseprojekts der Mengenbedarf kontinuierlich ansteigt, was im Zuge der Entwicklung, klinischen Prüfung und schließlich Vermarktung von Pharma-Wirkstoffen der Normalfall ist. Auch hoch substituierte Aniline und Arylhalogenide lassen sich so effizient kuppeln, wie das Beispiel eines Diarylamins belegt, das jüngst CGMP-konform und in guter Ausbeute im 630 Liter-Maßstab hergestellt wurde. Einem weiteren Scale-up steht in solchen Fällen meist nichts entgegen. 


Moderne und konventionelle Synthesechemie sowie ingenieurtechnische Expertise gehen bei Saltigo Hand in Hand. "Am Ende bieten wir unseren Kunden die optimalen Lösung – effizient, sicher, zuverlässig und ökonomisch“, betont Wolfgang Schmitz. 



Die Saltigo GmbH ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Kundensynthese. Das Unternehmen des Spezialchemie-Konzerns LANXESS gehört zu dem Segment Advanced Intermediates, das im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 1,104 Milliarden Euro erzielte. Saltigo, mit Unternehmenszentrale in Langenfeld und Produktionsstätten in Leverkusen und Dormagen, beschäftigt weltweit rund 1.400 Mitarbeiter. In Redmond/Washington, USA, betreibt die LANXESS Corporation einen weiteren Standort für Saltigo.

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