Lesen Sie hier die aktuellsten Meldungen von Saltigo

27. Mai 2016

Vorsprung durch Flexibilität

Saltigo auf der Chemspec Europe, Basel/Schweiz, 1. und 2. Juni 2016, Stand F40

  • Rasch und zielgenau auf Kundenbedürfnisse eingehen bringt Erfolg
  • Starker Nachfrageanstieg nach Saltidin

Leverkusen -

„Die Chemspec Europe ist und bleibt ein für uns bedeutender Branchentreffpunkt rund um Exklusivsynthese und Feinchemie“, erklärt Dr. Torsten Derr, Geschäftsführer des Custom Manufacturing-Spezialisten Saltigo GmbH. Auch auf der diesjährigen 31. Internationalen Fachmesse für Fein- und Spezialchemie, die am 1. und 2. Juni in der Messe Basel stattfindet, stellt die hundertprozentige Tochter des Spezialchemie-Konzerns LANXESS ihr breites Spektrum von Dienstleistungen rund um die Synthese von chemischen Wirkstoffen und Zwischenprodukten vor. Derr betont: „Eine Schlüsselkompetenz im Custom Manufacturing ist Flexibilität: Rasch und zielgenau auf die Bedürfnisse unserer Kunden und die Erfordernisse des Marktes einzugehen, sind wichtige Erfolgsfaktoren für uns, weil sie unseren Kunden Wettbewerbsvorteile erschließen.“

Die hohe prozess- und verfahrenstechnische Kompetenz trägt ebenfalls wesentlich zum Erfolg von Saltigo bei. Den Aspekten Syntheseoptimierung und Scale-up-Effizienz ist deshalb der Vortrag „Process Intensification: A Prerequisite for Success in Custom Manufacturing” gewidmet, den die Saltigo-Mitarbeiter Dr. Guido Giffels, Leiter Manufacturing Strategy, und Dr. Christoph Schaffrath, Leiter Marketing Agro, im Rahmen des internationalen Symposiums der Royal Society of Chemistry am 1. Juni 2016 um 11:30 Uhr in Basel halten.

Agrochemie – Herausforderungen und Chancen

Flexibilität im Dienste der Kunden heißt auch, in Zeiten geringerer Nachfrage stets bereit zu bleiben, auf unerwartete Ereignisse kurzfristig zu reagieren. „Die derzeit schwache Marktnachfrage im Agrochemiemarkt kann jederzeit und plötzlich enden, ausgelöst etwa durch intensiven Schädlingsbefall in einer Region. Das bedeutet aktuell eine große Herausforderung, der wir uns gemeinsam mit unseren Kunden in der agrochemischen Industrie stellen“, erklärt Schaffrath.

Die aktuell in der Agrochemie stark ausgeprägten Konsolidierungsaktivitäten erschweren zudem zuverlässige Marktprognosen. Schaffrath erwartet dennoch einen stabilen Wachstumstrend: „Bis 2025 rechnen wir mit einem jährlichen Marktwachstum von etwa drei Prozent.“ Aufgrund des steigenden Bedarfs an hochwertigen Nahrungsmitteln und der wachsenden Weltbevölkerung ist die Entwicklung der modernen Landwirtschaft auf neue Technologien angewiesen, um die Erträge pro Hektar zu erhöhen. „Dafür werden zunehmend hoch innovative, immer komplexer aufgebaute Wirkstoffe benötigt. Gerade hier können wir unsere Kompetenzen optimal einbringen: umfassendes Technologieportfolio und langjährige Prozessentwicklungs-Expertise für kurze ‚time to market’ und wirtschaftliche Produktion“, führt Schaffrath aus.

Saltidin: wirksam, sicher, verfügbar

Ein weiteres aktuelles Beispiel für die Flexibilität, mit der Saltigo auf Markterfordernisse reagiert, liefert Saltidin. Dieses Insektenrepellent erlebt jüngst als Folge des sich inzwischen weltweit verbreitenden Zika-Virus einen großen Nachfrageanstieg. Derr erläutert: „Wir haben das Potenzial von Saltidin und die daraus resultierende Nachfrageentwicklung frühzeitig erkannt und damit begonnen, unsere Produktionskapazitäten schrittweise den Markterfordernissen anzupassen. Wir sind überzeugt, so nicht nur die unverändert hohe Nachfrage in Brasilien und den USA, sondern auch einen sich abzeichnenden, steigenden Bedarf in Europa mit Beginn der Mückensaison befriedigen zu können.“

Chemisch gesehen ist Saltidin 1-(1-Methylpropoxycarbonyl)-2-(2-hydroxyethyl)piperidin. Die Substanz mit dem Freinamen Icaridin ist geruchsneutral, nicht hautreizend oder -sensibilisierend und klebt nicht auf der Haut. Der Wirkstoff ist gut für die unterschiedlichsten Formulierungen und Darreichungsformen von Insektenschutzmitteln geeignet und wird von zahlreichen Herstellern solcher Produkte weltweit genutzt. 

Flexible Produktionskonzepte

„Aus der Exklusivsynthese ist uns die Kundenanforderung, möglichst rasch auch große Mengen einer Substanz zu erhalten, durchaus vertraut“, bestätigt Dirk Sandri, Leiter Marketing Fine Chemicals bei Saltigo. Hier sind Flexibilität bei der Produktionsplanung und Kreativität der Mitarbeiter bei der Prozessoptimierung gefragt – beides sind Stärken von Saltigo. Bei Saltidin profitiert das Unternehmen zusätzlich von der über viele Jahre gesammelten Produktionserfahrung.

„Basierend auf Erkenntnissen, die wir kontinuierlich produktionsbegleitend sammeln, haben wir innerhalb kurzer Zeit wesentliche Einflussfaktoren angepasst und so die Produktion unseres Stammbetriebs für Saltidin in Dormagen nahezu verdoppelt“, erläutert Sandri. Dabei wurden zum Beispiel die Taktzeiten des mehrschrittigen Batch-Prozesses und der Materialfluss zwischen den einzelnen Synthesestufen optimiert. In den nächsten Wochen wird zudem die Produktion des Repellents in ähnlichem Maßstab wie in Dormagen auch im „Zentralen Technikum Organisch“ (ZeTO) in Leverkusen beginnen – ein zweites Standbein, das Sandri auch im Sinne einer gesicherten Versorgung der Kunden ausdrücklich begrüßt.

Auch die schwerpunktmäßig im ZeTO laufenden Um- und Ausbauarbeiten im Rahmen eines 60-Millionen-Euro-Investitionsprojekts liegen im Plan, so dass Betriebsleiter Dr. Boris Bosch zuversichtlich ist, das Projekt termingerecht Ende nächsten Jahres abschließen zu können. „Derweil geht in den anderen Produktionseinheiten des ZeTO der Betrieb unbeeinträchtigt weiter. Das war eine wichtige Voraussetzung dafür, hier innerhalb kürzester Zeit auch die Saltidin-Produktion aufnehmen zu können“, erklärt Bosch.

Mittelfristig wird Saltigo die Produktionskapazität für das Repellent nochmals deutlich steigern. Dazu soll bis zum nächsten Frühjahr der Betrieb in Dormagen ausgebaut werden. „Vorausschauend geplante Lieferfähigkeit und Liefertreue sind für uns ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, und zwar ganz grundsätzlich. Darin unterscheiden wir uns von Anbietern, bei denen der Preis je Kilogramm das vorrangige Wettbewerbsargument ist. Wir dagegen sind an langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen interessiert. Dass wir dafür eine Menge tun, beweist das Beispiel Saltidin“, resümiert Sandri.

Effiziente Abwehr statt riskanter Vernichtung

„Das Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen. Nachgewiesen ist das derzeit für zwei Mückenarten, doch weitere könnten folgen. Saltidin wehrt Mücken ab, indem es deren Geruchsrezeptoren beeinflusst. So ist ein Insekt nicht in der Lage, Menschen als Blutspender zu erkennen. Unser Wirkstoff ist somit kein Insektengift und daher bei sachgemäßer Anwendung auch für Menschen unbedenklich“, erläutert Sandri. Dies ist zusätzlich zur guten Hautverträglichkeit ein besonderer Produktvorteil. Mückenabwehrsubstanzen wie Icaridin werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich empfohlen, um insbesondere Schwangere und stillende Mütter beim Aufenthalt in Endemiegebieten vor einer Infektion zu schützen.

Das Zika-Virus steht im Verdacht, das ungeborene Kind zu schädigen und die besonders in Brasilien vermehrt auftretende Mikrozephalie auszulösen. Dort werden in jüngster Zeit vermehrt Kinder mit ungewöhnlich kleinen Köpfen und geistig beeinträchtigt geboren, was mit einer Zika-Infektion der Mütter in Zusammenhang stehen könnte.


Die Saltigo GmbH ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Kundensynthese. Das Unternehmen des Spezialchemie-Konzerns LANXESS gehört zu dem Segment Advanced Intermediates, das im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 1,826 Milliarden Euro erzielte. Saltigo, mit Unternehmenszentrale in Leverkusen und Produktionsstätten in Leverkusen und Dormagen, beschäftigt weltweit rund 1.200 Mitarbeiter.

Contact

Ilona Kawan

Ilona Kawan
Pressesprecherin Fachmedien

Telefon: +49 221 8885 1684
Fax: +49 221 8885 4865